Rottenburg am Neckar ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg. Die Stadt ist vor allem als Bischofssitz der Diözese Rottenburg-Stuttgart und für ihre über 2.000-jährige Siedlungsgeschichte bekannt.
. Geografie und Daten
Lage: Etwa 12 km südwestlich von Tübingen und 50 km südlich von Stuttgart, direkt am Neckar gelegen.
Einwohner: ca. 44.000 (Stand 2024/2025, Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg).
Status: Große Kreisstadt und zweitgrößte Kommune des Landkreises Tübingen.
2. Historische Bedeutung
Rottenburg blickt auf eine vielschichtige Geschichte zurück, die in der Stadtstruktur noch heute sichtbar ist:
Römerzeit: Unter dem Namen Sumelocenna war die Stadt eines der bedeutendsten administrativen Zentren im Südwesten des römischen Reiches. Das Sumelocenna-Museum konserviert heute römische Ausgrabungen (z.B. eine Abwasseranlage und Badehäuser) direkt vor Ort.
Mittelalter: Im 13. Jahrhundert gründeten die Grafen von Hohenberg die Stadt neu. Lange Zeit gehörte sie zu Vorderösterreich, was das Stadtbild kulturell prägte.
Religion: Seit 1821 ist Rottenburg Sitz des katholischen Bistums, weshalb die Stadt oft als „schwäbisches Rom“ bezeichnet wird.
3. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Dom St. Martin: Das markanteste Wahrzeichen am Marktplatz mit seinem spätgotischen Turm.
Altstadt: Geprägt durch mittelalterliche Gassen, Brunnen und die Lage am Fluss.
Schwäbisch-alemannische Fasnet: Rottenburg ist eine Hochburg der Narren. Die „Ahlande“ sind die bekanntesten Figuren der hiesigen Fasnachtstradition.
Weinbau: In den Stadtteilen (z.B. Wurmlingen) wird Weinbau betrieben, was die regionale Gastronomie beeinflusst.
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